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Aufmerksamkeitsspanne wie ein Goldfisch?
Aufmerksamkeitsspanne wie ein Goldfisch? Nein, KMUs überzeugen digital durch relevantes und interessantes Storytelling auch in langer Form.

Darum geht’s in diesem Blog:
Der Blog diskutiert den verbreiteten Mythos einer pauschal auf Goldfisch-Niveau geschrumpften menschlichen Aufmerksamkeitsspanne und erklärt, dass digitale Nutzer ihre Aufmerksamkeit stattdessen extrem selektiv filtern. Gehaltvoller Long-Form-Content hat keineswegs ausgedient, wenn er durch hohe Relevanz, klare Struktur und starkes Storytelling echten Mehrwert bietet. Für kleine und mittelständische Unternehmen folgt daraus die Strategie, digitale Räume nicht mit kurzlebigen Häppchen zu überfluten, sondern gezielt Inhalte zu gestalten, die Vertrauen aufbauen und tiefergehende Bindung ermöglichen.
Warum geht unsere Aufmerksamkeitsspanne kaputt?
Consumer Insights, Microsoft Canada brachte 2015 eine Studie heraus, die unser aller Bild der eigenen Aufmerksamkeit prägt: Der Goldfisch hat eine Aufmerksamkeitsspanne von 9 Sekunden, der Mensch hat seine durchschnittliche Aufmerksamkeitsspanne von 12 Sekunden auf 8 Sekunden in den Jahren von 2000-2013 reduziert – weniger als der Goldfisch. Schuld daran sind demnach insbesondere die sozialen Medien.
Die These: Je mehr du soziale Medien nutzt, desto geringer ist deine Aufmerksamkeitsspanne. Es gibt mittlerweile unzählige Blogposts, die der Frage nachgehen, wie man bei all den digitalen Aufmerksamkeitskillern, sich wieder bewusst über längere Zeit nur auf eine Sache fokussiert.
Jedoch ist diese Kausalität viel zu kurz gefasst und kleine und mittelständische Unternehmer leiten aus der These fragwürdige Content- Strategien ab. Darf mein Content überhaupt noch länger als ein bis zwei Minuten sein? Muss ich mein Storytelling etwa für Instagram, Tik Tok und Co. nun auf 30 Sekunden reduzieren?
Die Antwort darauf sollte in jedem Falle „Nein“ sein. Du als kleiner und mittelständischer Unternehmer kannst mit überzeugenden längeren Formaten beachtlichen Erfolg haben. Jedoch ist die Konkurrenz im digitalen Raum so groß, dass eines ganz sicher zählt:
Sei relevanter und interessanter für deine Zielgruppe als deine Konkurrenz.
Wird unsere Aufmerksamkeitsspanne wirklich kleiner?
Die BBC war der hochtrabenden These der geringer werdenden Aufmerksamkeitsspanne nachgegangen. Demnach können Psychologen, die sich mit dem Thema Aufmerksamkeit beschäftigen, diese allgemein verringerte Aufmerksamkeit nicht bestätigen. Es kommt viel mehr darauf an, was man gerade tut. Und tatsächlich stellte sich heraus, dass die Datengrundlage, auf der Microsoft Canada diese Goldfisch-These beruhen lässt, schlichtweg in der Form gar nicht existiert.
Dennoch gibt es Forschung, die nahelegt, dass die menschliche Fähigkeit, sich über einen längeren Zeitraum auf eine bestimmte Sache zu konzentrieren, leidet. Laut der Forscherin Gloria Mark hat sich unsere Aufmerksamkeitsspanne in den letzten zwei Jahrzehnten tatsächlich verkürzt. 2004 blieb eine Person im Durchschnitt noch etwa 2,5 Minuten am Stück auf einem Bildschirm fokussiert, bevor sie wechselte. In den letzten Jahren sank dieser Durchschnitt auf nur noch etwa 47 Sekunden. Die digitale Welt lenkt ab, jedoch stellt die Forscherin auch heraus, dass Aufmerksamkeit ein komplexes Thema ist und es viele Gründe für sinkende Aufmerksamkeit gibt.
Der digitale Raum bringt das menschliche Gehirn in eine Zwickmühle. Denn unser Gehirn kann sich nur solange wirklich konzentrieren, wie es von anderen dringenderen Signalen nicht herausgerissen wird. Mitteilungen wirken dabei hochgradig ablenkend und machen Aufmerksamkeit umso schwerer.
Dass das Smartphone nicht gerade unsere Fähigkeit zur Aufmerksamkeit fördert, zeigt sich in Studien zum „Brain Drain Effekt“. Tatsächlich kann nur die reine Anwesenheit des Smartphones, die Fähigkeit einer Tätigkeit aufmerksam nachzugehen, einschränken. Jedoch ist der Effekt auf die Aufmerksamkeit dabei kleiner als der Effekt auf das Erinnerungsvermögen.
Kleiner Selbsttest: Das nächste mal, wenn du scrollst, versuche danach einmal das Gesehene zu erinnern, das ist in den meisten Fällen schwierig bis unmöglich.
In einem Kommentar der Media Post Agency Daily wird mit Blick auf wissenschaftliche Ergebnisse behauptet, dass Selbstselektion oder selbst auferlegten psychologischen Filter eine entscheidende Rolle spielen, wenn wir über die Aufmerksamkeitsspanne reden. In einer Zeit unbegrenzter Auswahl an Content haben Nutzer ausgefeilte Methoden entwickelt, um sich gegen Informationsüberlastung zu wappnen. Sie sind äußerst wählerisch geworden, wenn es darum geht, welchen Inhalten sie ihrer kostbaren Aufmerksamkeit widmen.
Das ist der zentrale Punkt für die Content-Strategie von kleinen und mittelständischen Unternehmen. Nutzer sind durchaus noch rezeptiv und in der Lage sich auf einen Inhalt einzulassen. Nur musst du diesen Fokus und diese Aufmerksamkeit in der heutigen digitalen Informationsökonomie verdienen, durch Relevanz für und einem hohen Interesse deiner Zielgruppe
Warum Long-Form-Content lebt?
Das bedeutet für den Content für dein kleines oder mittelständisches Unternehmen, dass du dir bewusst sein musst, dass die Ablenkung dauerhaft da ist. Das Problem ist weniger, dass dein potenzieller Kunde grundsätzlich unfähig ist, sich wirklich zu fokussieren, das Problem sind die vielen Ablenkungen, die uns online umgeben. Deshalb ist der Kampf um die Aufmerksamkeit deiner Zielgruppe eine reale Herausforderung, die eine überzeugende Content- Strategie unumgänglich macht.
Und zu dieser Strategie darf auch Long-Form-Content gehören. Denn es zeigt sich, dass lange Artikel, Videos oder Podcasts im Mittel erfolgreicher sind als 30-Sekunden-Verticals. Digitale Marketer nennt folgende drei Vorteile von langen Formate:
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Short-Form-Content |
Long-Form-Content |
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Weniger Engagement für 30-sekündiges-Tik Tok-Video mit 10 000 Ansichten und Ø 65% Wiedergabezeit |
Mehr Engagement für 30- minütigen Podcast 1000 Zuhörern und Ø 75% Wiedergabezeit |
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Kurze Texte bekommen auf Suchmaschinen und sozialen Medien weniger Reichweite. |
Lange Artikel bekommen auf Suchmaschinen und sozialen Medien höhere Reichweite. |
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Snack-Content auf Social Media bleibt kurz im Kopf |
Ausführliche Podcasts oder Videos zu relevanten Themen bleiben im Kopf. |
Was braucht deine Marke, um deine Zielgruppe nachhaltig für deinen Long-Form-Content zu begeistern? Es braucht ein packendes Storytelling, etwas was die Zielgruppe nicht nur kurz begeistert, sondern langfristiges Interesse schafft. Denn der falschen Zielgruppe, interessanten und packenden Content zu liefern, wird nicht funktionieren. Interessanter und spannender Content, muss für deine Zielgruppe immer auch relevant sein!
Ich kann kaum Menschen von hochwertigen Kochutensilien mit großartigen Content und einzigartiger Story überzeugen, die niemals selbst in der Küche stehen.
Wie bekommt auch dein Content Aufmerksamkeit?
Du möchtest gehaltvollen Long-Form-Content und packende 30-Sekunden-Verticals in einer Strategie vereinen, um so über mehrere Plattformen hinweg die hochgradig beanspruchte Aufmerksamkeit deiner Zielgruppe zu verdienen? Spreche mich einfach an und zusammen entwickeln wir eine zugeschnittene und überzeugende Content-Strategie für alle relevanten Kanäle.
Deine neue Social Media-Strategie als Video
Hier geht es zu meinem Blog, ob Social Media wertvoll oder toxisch ist!




